Mitgliederversammlung am 01.10.2014

 

Am Mittwoch, den 01. Oktober 2014 fand um 18:00 Uhr die dritte Mitgliederversammlung dieses Jahres im Alten Kasino in Kamp-Lintfort statt. Insgesamt 91 Mitglieder waren der Einladung gefolgt. Manfred Stratenhoff eröffnete die Versammlung und begrüßte alle Teilnehmer mit einem herzlichen „Glückauf“. Neue Mitglieder wurden vorgestellt und herzlich willkommen geheißen.

Unser Vereinsmitglied Werner Adelt wurde an diesem Abend für besondere Leistungen geehrt. Er ist von Anbeginn an dabei und hat in der mehr als 25-jährigen Mitgliedschaft viele unterschiedliche Aufgaben für den Verein übernommen. Noch heute ist er die „Seele des Vereins“ und kümmert sich um die Belange der Kaffeeküche im Knappenheim. Unter den Kollegen wird er scherzhaft „Kaffee-Werner“ genannt. Zum Dank wurde ihm ein großer Blumenstrauß überreicht. Der aktuelle Mitgliederstand beträgt 610 Personen. Ein am weitesten entfernt lebendes Vereins-Mitglied wohnt in den USA, der Kontakt kam über unsere regelmäßigen Veröffentlichungen auf Facebook zustande. Unsere Website kann bereits mehr als 90.000 Besucher verzeichnen.

Der Bürgermeister der Stadt Kamp-Lintfort, Professor Dr. Christoph Landscheidt — selbstverständlich auch Mitglied in der Fördergemeinschaft —, hielt einen Vortrag über den Strukturwandel unserer Stadt. Daten und Fakten wurden per Beamer auf einer großflächigen Leinwand präsentiert. Der Vortrag behandelte die geschichtliche Entwicklung Kamp-Lintforts von der Kloster- über die Bergbau- bis hin zur Hochschul-Zeit.

Zu Beginn wurden die vier Leitthemen im Stadtentwicklungsplan Kamp-Lintfort 2020 vorgestellt und erläutert. Hierbei handelt es sich um:

● Stadtentwicklung durch Stadtumbau,

● ein neues und vertrautes Zuhause,

● Arbeitsplätze als Lebensgrundlage,

● hochwertige und vernetzte Landschaften als      Markenzeichen.

Auch die strukturellen Veränderungen durch den Abriss der weißen Riesen mit dem anschließenden Neubau des EK3, durch die Stilllegung des Bergwerks West bis zum Neubau des Campus für die Hochschule Rhein-Waal wurden erläutert. Der Bürgermeister berichtete mit Stolz über die bereits unterzeichneten Verträge für eine Folgenutzung durch Logport auf dem Gelände des ehemaligen Kohlelagers. Eine besondere Wichtigkeit für die weitere Entwicklung der Stadt Kamp-Lintfort, stellt die Anbindung des Personenverkehrs über das alte Grubenanschlussgleis bis zum Stadtzentrum dar. Herr Professor Dr. Landscheidt machte den Zuhörern nochmals klar, dass ihm die Zukunft der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition, einem Verein mit mehr als 600 Mitgliedern, ganz besonders wichtig erscheint. Für die Realisierung des neuen Standortes auf dem Zechengelände sicherte er uns seine, sowie die volle Unterstützung von Verwaltung und Politik, zu. An den Vortrag schloss sich eine rege Diskussion an, der man die große Sorge der Mitglieder um die Zukunft des Vereins entnehmen konnte. Die RAG Montan Immobilien GmbH hat uns zum 31.12.2014 die Nutzung der Räume im Knappenheim gekündigt. Noch ist nicht geklärt, wo wir bis zur Fertigstellung des Pumpenhauses unterkommen können.

Helmut Schön verlas das Protokoll vom 02.04.2014, und warb anschließend um rege Teilnahme am diesjährigen ökumenischen Gottesdienst am 04.12.2014 sowie an der anschließenden Barbarafeier im Josef-Jeurgens-Haus. Die Kosten für die Teilnahme an der Feier belaufen sich auf 15,--€/Person. Der Knappen-Gesangsverein Friedrich-Heinrich wird bei unseren diesjährigen Barbara-Veranstaltungen möglicherweise letztmalig mit Gesangsdarbietungen auftreten, da er unüberwindbare Nachwuchsprobleme hat.

Manfred Stratenhoff berichtete noch über den derzeitigen Stand der Verkaufsverhandlungen um das Pumpenhaus und den Lehrstollen. Die Verträge sind bislang noch nicht unterzeichnet, da noch Fragen zu Grundbucheinträgen, Sanierungsmaßnahmen und Altlastbeseitigungen geregelt werden müssen. Ungeachtet dieser Klärung hat der Investor beschlossen, dass wir nun mit Ausbau- und Renovierungsarbeiten im Pumpenhaus beginnen können. Herbert Gratzer warb nochmals um „helfende Hände“ für die nun beginnende Aufarbeitung der Kellerräume. Möbel müssen ins Zwischenlager transportiert, Estrich muss auf den Böden verlegt, Türrahmen müssen höhenversetzt, Elektrik und Beleuchtung muss erneuert und die Räume müssen frisch gestrichen werden. Zur Durchführung werden Freiwillige gesucht, die wochentags „tatkräftig mit anpacken“ wollen.

Zudem wurde das Angebot gemacht, das „Kaffeekränzchen“ unserer Mitglieder, das regelmäßig dienstags im Knappenheim stattfindet, ausnahmsweise einmal an einem Dienstag ins Pumpenhaus zu verlegen, damit sich alle ein Bild vom Stand der Arbeiten machen können. In dem Zusammenhang bedankte sich Manfred Stratenhoff beim „Team vom Lehrstollen“ für die enormen Leistungen vor Ort. Der Lehrstollen kann seit der Extraschicht 2013 bereits mehr als 2.500 Besucher verzeichnen, obwohl wir erst im Januar 2014 mit intensiver Werbung begonnen haben.

Abschließend würdigte Manfred Stratenhoff noch die Leistungen aller Mitarbeiter unseres Bildarchivs, die unermüdlich wichtige historische Fotos digitalisieren und archivieren.

Da keine Wortmeldungen mehr vorlagen, beendete Manfred Stratenhoff die Versammlung um 19:45 Uhr.