Reisebericht 2009

 

Die diesjährige Fahrt der Reisefreunde in der Fördergemeinschaft führte in die südliche Pfalz nach Gleiszellen, einem kleinen Ortsteil von Bad Bergzabern. Die erste Gruppe unter der Obhut von Manfred Braems war vom 21. bis zum 27. Juni unterwegs, die zweite unter der Leitung von Helmut Beier folgte vom 04. bis zum 10. Juli.

 

Hier wird von der zweiten Reise berichtet.

 

Samstag, 04. Juli 2009

Nach pünktlicher Abfahrt verlief die Fahrt mit dem allseits geschätzten Milo am Steuer problemlos. Alice Beier konnte an dem Tag Geburtstag feiern; es gab ein Geschenk für sie und von ihr Piccolo für die Damen. Die Versorgung im Bus mit Kaffee und kalten Getränken übernahm Gisela Zwerner. Ein gut vorbereitetes Picknick wurde auf einem Rastplatz eingenommen, und gegen 14:00 Uhr war Ankunft am Hotel „Südpfalz Terrassen“. Die Zimmer-Verteilung und vor allem –Suche fand wegen Stromausfalls im Schein von Taschenlampen statt. Nach dem Auspacken der Koffer bummelten die meisten durch den Ort und merkten sich schon mal die Lage der gemütlichen Weinstuben.

 

Sonntag, 05. Juli 2009

Das Frühstücksbuffet war reichlich und gut, wenn einige auch Rührei und gebratenen Schinken dazu vermissten. Um 10:00 Uhr erfolgte die Abfahrt nach Straßburg, nachdem zuvor die Reiseführerin Frau Heidi Kunze in den Bus gestiegen war. Sie ist eine sehr Pfalz-kundige und Pfalz-verliebte Dame, die an diesem und den beiden folgenden Tagen viel über alle die kleineren und größeren Weinorte der Pfalz und den Weinanbau zu erzählen wusste.

In Schweigen wurde am „Deutschen Weintor“ eine kurze Rast eingelegt. Hier beginnt die Weinstraße durch die südliche Pfalz, die in Neustadt endet.

In Straßburg war es sehr heiß, so dass alle froh waren, schließlich in das Münster geführt zu werden, in dem es zwar brechend voll, aber kühl war. Die Bootsfahrt auf der Ill brachte dagegen keine Abkühlung; denn die Sonne brannte auf das Glasdach des Schiffes, und die Klima-Anlage funktionierte nicht. Dafür aber bot sie schöne Ausblicke auf das alte Straßburg und auf das neue mit dem Europa-Parlament und den dazu gehörigen Büro-Gebäuden.

 

Montag, 06. Juli 2009

Dieser Tag brachte eine Fahrt durch den Pfälzer Wald mit seinen bizarren Felsformationen. Eine erste Pause erfolgte in dem schönen alten Ort Annweiler mit vielen erhaltenen Fachwerkhäusern.

Zum Mittagessen ging es hinauf zur Burg Landeck. Bei der Bestellung des Essens erhielt jede/r eine Plastikscheibe von ca. 10 cm Durchmesser, ca. 2 cm hoch. Darin steckte ein Licht, das aufleuchtete, sobald jemandes Essen fertig war. Dann hieß es: losspurten aus dem Saal über den Burghof zu einem kleinen Schalter, Teller in Empfang nehmen und damit durch den Regen zurück in den Saal rennen!

Weiter ging es durch die Dörfer nach Wissembourg im Elsass mit Bummel durch die Stadt und Besichtigung der Kirche St. Peter und Paul.

 

Dienstag, 07. Juli 2009

Heute ging es auf der „Deutschen Weinstraße“ am Rande des Pfälzer Waldes entlang bis Bad Dürkheim. Sein Wahrzeichen ist das als Weinstube eingerichtete riesige „Dürkheimer Fass“. Eine andere Station war der Ort Roth, in dessen Weinbergen die ältesten Rebstöcke der Pfalz, ca. 300 Jahre alt, immer noch gute Trauben hervorbringen. — Bei den Fahrten an diesen beiden Tagen bewies Milo einmal mehr seine Meisterschaft, wenn er in den schmalen Ortsdurchfahrten den Bus um die engen Kurven mehr schaukeln musste als fahren konnte. —

Um 18:00 Uhr begann überraschend ein Grillabend, eine schöne Abwechslung zu dem auch sonst immer schmackhaften Abendessen.

Saumagen, Helmut Kohls „Staats-Essen“, ist bei uns am Niederrhein ja ein ziemlich fremdes Gericht, und viele scheuen schon auf Grund seines Namens zurück. An diesem Abend also gab es ihn, neben anderen Fleischwaren, und nicht wenige wurden bekehrt: Saumagen ist nicht nur essbar, sondern lecker, und manche Dose Saumagen befand sich auf der Heimreise im Gepäck!

 

Mittwoch, 08. Juli 2009

Der Tag gehörte Heidelberg, der alten Hauptstadt der Kurpfalz und vielbesungenen Universitätsstadt am Neckar. Nach einer Führung durch die Altstadt konnte die Zeit frei genutzt werden, zum Bummeln, Einkaufen, zur Einkehr in eine der zahlreichen Studentenkneipen oder zur Schlossbesichtigung.

 

Donnerstag, 09. Juli 2009

Bis zum Nachmittag hieß es, sich selbst ein Programm zu gestalten. Fast alle wählten Bad Bergzabern als Ziel, und nicht wenige wanderten durch die Weinberge hin und zurück. In der hübschen mittelalterlichen Altstadt sind besonders das Schloss und das Gasthaus „Zum Engel“ zu bewundern.

Am Nachmittag trafen sich alle wieder im Hotel zur gemeinsamen Kaffeetafel. Zwar konnte man wegen des regnerischen Wetters nicht draußen sitzen, aber die Kuchen schmeckten auch drinnen wunderbar!

 

Freitag, 10. Juli 2009

Die Abfahrt zur Heimreise erfolgte pünktlich um 09:00 Uhr. Ein längerer Zwischenstopp wurde in der Bischofsstadt Speyer eingelegt, und niemand ließ sich die Gelegenheit entgehen, zumindest einen Blick in den überwältigenden romanischen Kaiserdom St. Maria und St. Stephan zu werfen, seit 1980 Unesco-Weltkulturerbe. Es blieb auch noch Zeit für einen Bummel durch die anliegenden Straßen.

Dann ging es zügig heimwärts, unterbrochen durch ein vom Hotel vorbereitetes schmackhaftes Picknick. Gegen 17:00 Uhr stand der Bus wieder vor dem Knappenheim; eine schöne Reisewoche war zu Ende.

 

Nachbemerkung

Im September 2009 entdeckte Egon Heusler in einer Trinkgut-Filiale in Kamp-Lintfort Gleiszellener Wein aus der Muskateller-Traube, für die unser kleiner Urlaubs-Ort bekannt ist.

 

Text: Bodo Jesse / Hanna Walgarth

Fotos: Bodo Jesse