Landesgartenschau 2020  

eine wirklich engagierte Stadt

 

 

Am 20. Oktober 2015 besuchten die Mitglieder der Bewertungskommission in Form einer vierstündigen Besichtigungstour das geplante Landesgartenschaugelände in Kamp-Lintfort. Der Gastgeber hatte sich auf diesen Tag perfekt vorbereitet. Um 09:00 Uhr begann die Präsentation in der themengeschmückten Lohnhalle des stillgelegten Bergwerks West. Der Knappenchor Rheinland, unterstützt durch einige Vorstandsmitglieder der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition, begrüßte die Gäste mit drei Strophen des Steigerliedes. Anschließend stellte der Bürgermeister, Herr Prof. Dr. Christoph Landscheidt, in einer nichtöffentlichen Veranstaltung das Planungskonzept unter dem Slogan „Kloster – Kohle – Campus“ vor. Nach einer kleinen Stärkung bereiste die Bewertungskommission per Fahrrad das geplante Landesgartenschau-Gelände. Die Radtour war gespickt mit vielen Höhepunkten. Sie begann am Lehrstollen, dort begrüßte Klaus Deuter von der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition die Gäste und entführte sie in die Welt der Bergleute. Bei der Weiterfahrt über das ehemalige Zechengelände wurden die Gäste von Schülern aller Kamp-Lintforter Schulen mit einem farbigen Garten-Flashmop überrascht. Per „Fiets“ ging es weiter zur Hochschule Rhein-Waal und über die Stephanstraße zum Panoramabad Pappelsee. Dort erwartete die Kommission die nächste bunte Aktion — ein Ständchen des Laga-Chors mit dem Titel „Wir wollen ein Meer aus Blumen sehen“ und die Blumenkinder der Ebertschule. Beim Laga-Song klatscht die Kommission im Takt der Musik mit. Unter erheblichem Zeitdruck radelt die Gruppe über den Wandelweg bis zur Hochzeitswiese. Dort wird den Gästen eine Live-Darbietung vielerlei sportlicher Aktivitäten präsentiert, die von engagierten Kindern vorgeführt werden. Der Rundweg endete mit einem Abschlußgespräch im Rokokosaal vom Kloster Kamp. Beeindruckt von den vielfältigen Impressionen machte sich die Bewertungskommission um 13:00 Uhr auf den Weg nach Castrop-Rauxel, wo sich die Emscherregion präsentieren wollte. Zwischenzeitlich hatte die Picknick-Gruppe ihre Vorbereitungen in der geschmackvoll dekorierten Orangerie abgeschlossen, und erwartete die Stadtspitze sowie die engagierten Helfer mit vielen Leckereien im Klostergarten. Mehr als 500 Stücke selbst gebackene Kuchen hatten die Landfrauen im Angebot, die Bäckerei Büsch hatte zudem herzhafte Pizzaschnecken geliefert. Der Bürgermeister, Herr Prof. Dr. Christoph Landscheidt, fasste seine Eindrücke des ereignisreichen Tages zusammen, und zeigte sich sehr optimistisch,  den Zuschlag für die Laga erhalten zu können. Gleichzeitig bedankte er sich bei allen Bürgern und Helfern für deren beispielhaftes Engagement.

Am 03. November 2015 hatte das lange Warten ein Ende. Früh am Morgen verbreitete sich die Nachricht, dass Kamp-Lintfort den Zuschlag erhalten habe. Um 13:15 Uhr verkündeten die Kirchenglocken zehn Minuten lang mit einem Festgeläut, dass die Stadt das Rennen gemacht hat. In Düsseldorf präsentierten am Mittag Umweltminister Johannes Remmel und Bauminister Michael Groscheck den Gewinner. Damit schlug die 37.000-Einwohner-Stadt die Mitbewerber Bad Honnef sowie die Kooperation von Castrop-Rauxel, Herne, Herten und Recklinghausen aus dem Feld. Zwar hätten, so der Chef der Auswahl-Kommission, Michael Becker, auch Bad Honnef und die Emscherregion „Top-Bewerbungen“ abgeliefert, doch habe es am Ende keinen anderen Sieger geben können als Kamp-Lintfort. Das große unermüdliche Engagement der Kamp-Lintforter Bürger für die Landesgartenschau hat am Ende verdientermaßen das Rennen gemacht.

Vor dem ABC-Gebäude waren Pavillons errichtet worden, unter deren Schutz die Stadtspitze abends mit ihren engagierten Bürgern den gemeinsamen Erfolg ausgiebig feierten. Herzlichen Glückwunsch und allzeit Glückauf.