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KIRCHLICHES ENGAGEMENT
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Religion und Kirche haben im
Vergleich zu früheren Jahrhunderten in
der heutigen Gesellschaft an Bedeutung verloren.
Wenn also nicht
mehr für jeden Bergmann aus Glaubensgründen, so
ist doch wegen
des reichen Brauchtums und vieler Traditionen
der kirchliche Aspekt
in den Knappenvereinen immer noch lebendig und
wird gepflegt, auch
in der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition
Linker Niederrhein
e.V.
Manfred Braems ist Kamp-Lintforter, war in
dritter Familiengeneration
auf der Zeche Friedrich Heinrich angelegt und
hat dort ein
erfolgreiches Berufsleben bis zum Reviersteiger
im Transportrevier
durchlaufen. Als gläubiger und praktizierender
katholischer Christ,
Mitglied im Gemeinderat von St. Marien, war er
der geeignete Mann,
als der Vorstand der Fördergemeinschaft nach
Jemandem Ausschau
hielt, der als Verantwortlicher den Arbeitskreis
Kirche übernahm.
Seit 1989 ist die schönste und wichtigste
Aufgabe dieses
Arbeitskreises die Mitgestaltung der
Barbaramesse in St. Marien am
ersten Adventssonntag. Rund 20 Bergleute im
Bergkittel nehmen mit
brennenden Grubenlampen an der Messe teil und
tragen, in
Absprache mit dem Pfarrer, Fürbitten vor.
Ob die Männer im Bergkittel als Mitglieder der
Fördergemeinschaft
oder im Besonderen als Mitglieder ihres
Arbeitskreises Kirche an
Veranstaltungen teilnehmen, ist nicht immer
strikt zu trennen, z. B..
beim Maibaum-Setzen auf dem Kamper Berg, bei der
Gedenkveranstaltung am Volkstrauertag auf dem
Ehrenfriedhof
Niersenberg oder als Sargträger bei der
Beerdigung verstorbener
Vereinsmitglieder.
Eindeutig als Mitglieder des Arbeitskreises
Kirche aber treten sie,
organisiert durch Manfred Braems, auf bei der
Fronleichnamprozession rund um das Kloster Kamp,
bei der
Barbaramesse der Ring-Barbarafeiern und bei den
ökumenischen
Gottesdiensten der katholischen und der
evangelischen Kirche und
der evangelischen Freikirche. Zu den
ökumenischen Gottesdiensten
werden seit 2010 auch Muslime eingeladen: ein
gutes Zeichen der
Annäherung. |
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Impressionen der Barbara-Messe in St. Marien "2010"
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Den Barbaratag am 4.
Dezember feiert die Fördergemeinschaft seit 2004
mit einem ökumenischen Gottesdienst in der St.
Josef Kirche. Es folgen einige Bilder der
Barbarafeier 2011 und der Artikel aus der NRZ
vom 08.12.2011.
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Kumpel feierten
das Barbarafest |
| Viele Vereine und
Organisationen nahmen an der Ringfeier
teil, die auch nach Schließung der Zeche
bestehen bleiben soll. |
Kamp-Lintfort. Mit einem
ökumenischen Gottesdienst in der
Josefkirche begann die diesjährige
Ringbarbarafeier der Fördergemeinschaft
für Bergmannstradition, Linker
Niederrhein. Der Zuspruch der
Kamp-Lintforter war groß- die Kirche bis
auf den letzten Platz besetzt.
Pfarrer Rieger begrüßte die anwesenden
Ringvereine, Bruderschaften und sonstige
dem Bergbau nahe stehenden
Organisationen, die nicht nur mit
Teilnehmern sondern auch mit
Fahnenabordnungen dem Gottesdienst
beiwohnten. So nahmen auf Einladung auch
die Bruder- und Schützenvereine aus der
Umgebung mit Fahnenabordnungen teil.
Geschichte
soll weiter leben
Es war ein
prächtiges Bild, als die vielen
Bergleute mit brennenden Grubenlampen,
Schachthüten und Bergkitteln und den
Fahnenabordnungen mit den Pastoren und
dem Knappenchor in die Kirche einzogen.
Den gesanglichen Part hatte der
Knappenchor Kamp-Lintfort übernommen.
Anschließend fand die Festveranstaltung
im Josef-Jeurgens-Haus statt. Manfred
Stratenhoff, der Vorsitzende der
Fördergemeinschaft, konnte erfreut
feststellen, dass auch das Jeurgens-Haus
bis auf den letzten Platz gefüllt war-
ein Zeichen, dass diese Feier für die
Fördergemeinschaft ein fester
Bestandteil ihrer Arbeit in
Kamp-Lintfort ist und auch nach
Schließung des Bergwerks 2012 fester
Bestandteil bleiben sollte.
Weit angereiste Gäste kamen vom
befreundeten Verein "ARGE
Neuenbürger Bergbau e.V." vom
Besucherbergwerk Frischglück aus
Neuenbürg im Schwarzwald. 15 Mitglieder
des Vereins waren mit Fahne angereist.
Diese präsentierten ein Theaterstück der
heiligen Barbara.
Ferner nahmen viele Ehrengäste an der
Veranstaltung teil. Unter anderem auch
der Kamp-Lintforter Bürgermeister
Christoph Landscheidt. |
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