„DAS KENN´ ICH DOCH NOCH“

Am Museum „Haus des Bergmanns“ gab es eine Zeitreise zwischen Mutterklötzchen und Hasenbrot

vom 01. Juli bis 16. September 2012

 

 

Da wurden Erinnerungen wach; an die Kindheit, die eigene Vergangenheit oder an die Geschichten der Großeltern. Das „Haus des Bergmanns“ zeigte am Sonntag Einblicke in die Alltagswelt der Bergleute zwischen Zechensiedlung und Förderturm.

 

Ein immer wiederkehrendes „Das kenn´ ich doch noch“ begleitete die Besucher des Museums „Haus des Bergmanns“. Egal ob die Gäste durch das in den Originalzustand versetzte Zechenhaus von 1930 schlenderten oder ob sie vor den Schwarz-Weiß-Bildern der Fotoausstellung „Mutterklötzchen und Hasenbrot – Lebensalltag von Bergarbeiterfamilien“ standen, überall stießen sie auf Spuren aus der Vergangenheit.

 

Für viele war diese Vergangenheit noch allgegenwärtig: „Die kratzenden Wollpullis bei denen man zweimal brav Danke gesagt hat, wenn man sie bekam und die man dann später gehasst hat“, erinnerte sich ein Besucher schmunzelnd beim Anblick eines Fotos mit einem kleinen Jungen im viel zu großen Strikpullover. Fotos vom Kindergarten auf der Ringstraße, vom üppig gedeckten Geburtstagstisch und von der Arbeit mit Hühnern und Schweinen im eigenen Garten — die Ausstellung bot einen guten Blick in die alltäglichen Abläufe der Bergarbeiterfamilien.

 

Und diese Abläufe, so verriet schon der Ausstellungstitel, waren auch geprägt von „Mutterklötzchen“ und „Hasenbrot“. „Das Mutterklötzchen war ein Stück Holz, was die Bergarbeiter zum Befeuern der Öfen mit nach Hause bekamen und das Hasenbrot war das harte Brot, was es auf der Zeche mittags zu essen gab. Das war manchmal so hart, dass auch die Häschen gerne daran geknabbert hätten“, erklärte Manfred Stratenhoff von der Fördergemeinschaft des Museums.

 

Alte Spiele für die Kinder. Für die, die nicht mehr in Erinnerungen schwelgen konnten, also für die Kleinsten, gab es dennoch ebenfalls einen Einblick in vergangene Zeiten. Zwischen Ausstellungszelt und Bergmannshaus waren Stationen mit alten Spielen aufgebaut. Hier konnten die Kinder die Spiele ihrer Großeltern von Hinkelkästchen und Murmelspielen bis zum Reifenlauf mit Stock ausprobieren und testen, ob auch diese trotz Computerspielzeitalter heute noch Spaß machen.

 

Die interessante Fotoausstellung ist weiterhin im Foyer des Rathauses zu sehen.

 

 

Quelle:

NRZ vom 02. Juli 2012

 

 

 

 

 

 

Die Fördergemeinschaft beteiligt sich am Kulturgeschichtlichen Museumsnetzwerk 2012 des Kulturraums Niederrhein e.V.

 

 

Der 01. Juli 2012 wird als Familienfest gefeiert und durch den ersten Beigeordneten Dr. Müllmann eröffnet. Im Festzelt auf dem Marktplatz zeigen der Verein Niederrhein und die Fördergemeinschaft historische Fotos aus der „Kolonie“. In der „Strecke“ im Keller des Museums werden Filme und DVDs gezeigt. Kinder können im Museum malen, Jugendliche und Erwachsene Worträtsel und eine „Museums-Rallye“ lösen. Es besteht die Möglichkeit, sich selbst in Kleidung aus dem Vorigen Jahrhundert zu fotografieren. Diese Fotos werden ins Netz des Veranstalters gestellt. Im Kohlenkeller ist ein „Mutterklötzchen“, in der Küche ein „Hasenbrot“ zu sehen.

 

Jeder Teilnehmer an einer Aktion im Museum erhält einen Button mit dem Logo der Fördergemeinschaft und einen kleinen Beutel mit Kohle-Stückchen. Das Angebot im Museum besteht während des gesamten o. a. Zeitraumes an jedem Mittwoch und Sonntag.