„Franz, Anna und die Zechengeister“

Vorlesung von Klaus Deuter im Lehrstollen am 20. November 2015

 

 

Am Freitag, den 20. November 2015 war der bundesweite Vorlesetag. Das bedeutet: Zwei Millionen kleine und große Zuhörer bekommen von mehr als 90.000 Menschen zwischen Friedrichshafen und Flensburg etwas vorgelesen. Sie alle wollen Spaß am Lesen vermitteln.

Auch in Kamp-Lintfort wird an exponierten Stellen durch bekannte Personen aus dem öffentlichen Leben vorgelesen.

Pünktlich um 10:00 Uhr fuhren 18 Kinder aus dem 3. Schuljahr der Ernst-Reuter-Schule unter Aufsicht von Herrn Bibow in einem großen Reisebau vor. Am Eingang zum Lehrstollen begrüßte Klaus Deuter die Besucher, und ließ spezielle Kinder-Schutzhelme an die jungen Gäste verteilen. Unter der Aufsicht von Detlef Lehmann, Michael Kahlert, Juri Pattberg und Alija Pezic wurden die „aufgeregten Jungbergleute“ in den Lehrstollen geführt. In der Strecke waren ein Tisch und mehrere Sitzbänke aufgestellt worden. Nachdem alle Kinder einen Sitzplatz gefunden hatten, nahm Klaus Deuter am Tisch platz. Nun wurde es spannend: aus dem Kinderbuch „Franz, Anna und die Zechengeister“ von Roy Kift las Klaus Deuter den „Jungbergleuten“ eine atemberaubende Geschichte vor. Die Hauptfiguren Franz und Anna wollen eine Lok klauen und geraten dabei in die hektische Welt eines laufenden Bergwerks. Abenteuerliche Schilderungen über die Verladung und den Abtransport von schwarzer Kohle auf einem mit Rauch und Kohlenstaub geschwärztem Zechengelände lies die Kinder regelrecht erschauern. Sie waren sichtbar erleichtert, als sie sich am Ende des virtuellen Ausflugs in der Lok wiederfanden, die sie ursprünglich klauen wollten.

Damit hatte die Geschichte ein glückliches Ende gefunden, und unsere kleinen Gäste waren erleichtert. Als Belohnung für ihre Aufmerksamkeit erhielten die Kinder eine Führung durch den hoch interessanten Lehrstollen. Ein Ausflug in das lediglich 60 cm hohe Flöz Mausegatt krönte ihre Reise in die Welt der Bergleute. Mit einem  „Glückauf“ und lautem Geschrei verabschiedeten sich unsere kleinen Gäste und verschwanden wieder in dem bereitstehenden Reisebus.