Pressekonferenz am 11.03.2015 im Lehrstollen

 

Zentrum für Bergbautradition

in Kamp-Lintfort

 

100 Jahre Bergbaugeschichte erinnern und Traditionen erhalten

 

Niederrheinische Kaffeetafel mit „Dönnekes zur Bergbautradition“, das ist eine Idee, wie zukünftig noch mehr Erinnerungen an den Bergbau in Kamp-Lintfort wach gehalten werden können. Fünf Vereine in Kamp-Lintfort kümmern sich um die Erinnerung an den Bergbau, der  die Stadt über ein Jahrhundert geprägt hat. Jetzt wollen sie eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit aufbauen, heimatgeschichtliche und touristische Angebote planen und organisieren.

Das Haus des Bergmanns mitten in der Kamp-Lintforter Altsiedlung zeigt das Leben einer Bergmannsfamilie um 1930. Im Lehrstollen an der Friedrich-Heinrich-Allee auf dem Zechengelände des ehemaligen Bergwerks West erhält man zahlreiche Einblicke in die Arbeit der Bergleute. Führungen durch die Altsiedlung vermitteln Einblicke in die Entwicklung der Stadt zu Beginn des letzten Jahrhunderts. Bergmannschöre pflegen das Bergmännische Liedgut. Das Geologische Museum kann die im Steinkohlebergbau in Kamp-Lintfort erschlossenen Gesteinsschichten lückenlos präsentieren.

Die zahlreichen Aktivitäten der Vereine werden vorübergehend von Seiten des Kulturbüros koordiniert. Ziel ist es, ein Zentrum für Bergbautradition einzurichten, dessen Geschäftsführung die institutionelle Klammer bildet und mit den Vereinen eine Angebotspalette und Präsentation der Bergbaugeschichte aus einem Guss entwickelt. Das von der Verwaltung und den Vereinen erarbeitete Konzept mit Vorschlägen für potentielle Ausstellungsflächen und -themen, Führungen, Lesungen und Brauchtumspflege wurde jetzt vom Kulturausschuss einstimmig beschlossen. Es soll weiterentwickelt werden.

 

Quelle:   Pressebericht von Petra Niemöller, Leiterin des Kulturbüros der Stadt Kamp-Lintfort vom 06.03.2015