RDB BV-Niederrhein

auf großer Rundreise

 

Am 16. April 2015 begaben sich 20 Kameraden des RDB BV-Niederrhein auf eine bergmännische Rundreise am linken Niederrhein.

Erste Station der Exkursion war der Lehrstollen der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition in Kamp-Lintfort auf dem Gelände des ehemaligen Bergwerks Friedrich-Heinrich. Der ehemalige Reviersteiger Klaus Deuter  mit seinen Kollegen zeigte die Geschichte der Schachtanlage sowie die damit verknüpfte Entwicklung der Stadt Kamp-Lintfort auf. Die Steigergemeinschaft veranschaulicht  3m unter der Erdoberfläche auf einer Fläche von 50 X50 Meter mit viel Liebe zum technischen Detail die Arbeit des Bergmannes unter Tage. Die Fördergemeinschaft möchte den Lehrstollen für Schulklassen, Kindergärten und der Traditionspflege für die Zukunft weiter ausbauen.

Weiterer Anlaufpunkt auf der Rundreise war das „Haus des Bergmanns“ in Kamp-Lintfort. Hier zeigten die Kameraden Bodo Jesse und Jörg Kaenders die Geschichte der Steinkohle am linken Niederrhein ab dem Jahre 1800. Sie demonstrierten die Entwicklung der Kolonie und der Beamtensiedlung. In zwei Gruppen führten sie durch das sehr anschauliche Haus des Bergmanns und informierten über Arbeits- und Privatleben der Bergmannsfamilien. Auch hier überraschte uns die Liebe zum Detail.

Viele weitere Informationen und Bilder erhält man für beide Stationen unter der Internetadresse www.bergmannstradition.de  .

Mit unserem Bergbau-interessierten Busfahrer Axel ging es dann zur Stärkung in das „alte Kasino“ hinter der Schachtanlage Friedrich-Heinrich.

Nach dem leckeren Mittagessen fuhren wir zur „Rheinhauser  Bergbausammlung“ in den Duisburger Süden. Dort empfing uns Kamerad Wilfried Brücksken und klärte uns über die Bergbaugeschichte ab dem Jahre 1850 im Duisburger Raum - im Besonderen der Zechen Mevissen/Diergardt des Duisburger Südens mit der Problematik der Wassereinbrüche und steilen Lagerung - auf. In der Dauerausstellung wird der Bergbau von früher und heute mit kleinen Anekdoten und Geschichten gewürzt. Mit wie viel Herzblut die Bergleute ihre Arbeit verrichtet haben zeigt der Besichtigungsrundgang durch das „Museum“. Ein ehemaliger Elektrohauer erbaute maßstabsgerechte und funktionstüchtige Modelle von Schachtförderung, Hobelanlagen und Bandförderanlagen  und zeigt anschaulich den nachfolgenden Generationen und Bergbau-Laien die Förderung von Kohle aus der Tiefe.  Viele Bücher und Ausstellungsstücke vervollständigen die Bergbau-Sammlung. Mehr Informationen gibt es über die Webseite  www.bergbausammlung.de .

In Bezug auf die Nachhaltigkeit des Bergbaus wurden unsere Erwartungen durch diese Rundreise noch übertroffen.

 

Glückauf

Jochen  Auberg

1. Schriftführer und Medienbeauftragter