Besuch aus Übersee am 15.05.2015

 

Am 15. Mai 2015 besuchte Manfred Schneider mit seiner Frau Ellen – einer gebürtigen Dänin, seine alte Heimat in Kamp-Lintfort.

Manfred Schneider ist heute 78 Jahre alt, er hat auf dem Bergwerk Friedrich-Heinrich eine Schlosserlehre gemacht und besuchte anschließend die Bergschule in Moers. Anschließend war er als Maschinensteiger unter Tage im Einsatz. Zudem war er Mitglied der Grubenwehr.

Zu Beginn der erkennbaren Kohlenkrise Ende der 1950er / Beginn der 1960er Jahre war er als Beratungsingenieur bei der Rheinischen Braunkohle beschäftigt. Wenig später wurde er technischer Leiter einer Holzfabrik in Bergkamen, die sich auf Fensterbau spezialisiert hatte.

Ein Freund von ihm hatte sich als Maurer ein eigenes Baugeschäft in den USA aufgebaut. Er animierte ihm dazu, bereits 1964 in die USA zu ziehen. Dort angekommen, fand er auch als Industrial-Engineer sehr schnell Arbeit. In einem optischen Produktionsbetrieb, die Overhead-Projektoren herstellten, leitete er die Arbeitsvorbereitung. Einige Jahre später stellte ihn ein Rotary-Kollege in seinem Reisebüro an, dort verkaufte er den Kunden Reisen. Nach erfolgreicher Einarbeitung erhielt er ein eigenes Reisebüro, das er bis zu seiner Pensionierung führte.

Seine Frau Ellen hat in New York in der dänischen Botschaft gearbeitet. Manfred Schneider hat die amerikanische Staatsbürgerschaft, trotzdem besuchte er regelmäßig seine alte Heimat. Er ist seit 2014 Mitglied in der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition.

Gemeinsam mit ihrem Freund Lutz Burghardt aus Straelen besuchten Ellen und Manfred Schneider heute den Lehrstollen. Michael Kahlert entführte die Gäste in die Unter-Tage-Welt der Bergleute, Udo Lohmann begleitete die Besucher mit der Kamera.

Anschließend ging es weiter zum Museum „Haus des Bergmanns“, wo Manfred Reis bereits auf die Gäste wartete. Nach einer Besichtigung des Museums wurde noch lange in der Strecke im Keller gefachsimpelt.