„Ein kindgerechter Ausflug in die Welt des Bergbaus“

 

 

Unser Vorstandsmitglied Dirk Thomas hatte zum 30.08.2014 eine Besuchergruppe  mit Kindern aus Essen, Mülheim-Ruhr, Moers, Dinslaken und Kamp-Lintfort eingeladen. Unter dem Titel „ein kindgerechter Ausflug in die Welt des Bergbaus“ wurden die Gäste von Michael Kahlert begrüßt, der gemeinsam mit Detlef Lehmann und Juri Pattberg die Gruppe durch den Lehrstollen führte. Nachdem alle Personen mit Schutzhelmen ausgestattet waren, tauchten die Gäste in die Welt des Bergbaus ein. Gut verständlich und äußerst einfühlsam wurden die wissbegierigen „Jungbergleute“ an verschiedenen Arbeitsgeräten „geschult“. Die Aufgeschlossenheit der Kinder überraschte sogar ihre Großeltern. Durch die Unterstützung der Erwachsenen war die anfängliche Zurückhaltung bei den Kindern schnell abgebaut. Der Ehrgeiz war groß, mit einem druckluftbetriebenen Abbauhammer einen massiven Kalksandstein zerdeppern zu dürfen – die Arbeitssicherheit in Form einer Schutzbrille war stets gewährleistet. Eine luftige und recht wackelige Fahrt in einem Verletzten-Transportgerät entlang der Einschienen-Hängebahn machte allen Kindern viel Spaß. Nicht minder reizvoll war eine Fahrt auf dem Grubenfahrrad durch die Strecke. Detlef Lehmann erlaubte einem äußerst mutigen „Jungknappen“ die Bedienung der druckluftbetriebenen Transportkatze, er durfte sogar den Lastkübel ab- und auflassen – natürlich mit hautnaher Hilfestellung. Nicht nur die Erwachsenen waren begeistert von den historischen Fotos, die auf großen Bildtafeln das Leben rund um den Förderturm in den 1930er Jahren zeigen. Es war selbstverständlich, dass die Kinder mit den Kohlestücken auf dem Kettenförderer standesgemäß ihre Gesichter „schwärzten“. Im Streb wurde den Besuchern die eindrucksvolle Abbautechnik in Form von Hobel, Förderer und Schildausbau erklärt – für die Erwachsenen zwangsläufig in gebückter Haltung. Den absoluten Höhepunkt der Besichtigung stellte allerdings der Besuch des Flözes „Mausegatt“ dar. Die engagierten Kinder ließen es sich nicht nehmen, mehrmals durch das 0,60 m starke Flöz zu kriechen. Die Erwachsenen werden sich noch zu Hause an den eindrucksvollen Belegfotos erfreuen. Der Rundgang endete in der Abteilung „Grubenrettungswesen“. Die Kinder hatten viel Spaß an den skurril anmutenden Schutzmasken der Rettungsanzüge. Alle „Jungbergleute“ bewiesen ihre Kraftreserven bei der Bedienung der „Chantale“ —  wohlgemerkt mit „geringer“ Unterstützung durch Michael Kahlert. Nach exakt 1½ Stunden endete die Besichtigung mit einem Gruppenfoto vor der Grubenlokomotive. Die Besucher waren begeistert von ihren Erlebnissen „unter Tage“ und bedankten sich beim „Team vom Lehrstollen“ für die Gastfreundschaft. Die Kinder werden garantiert noch lange Zeit von ihren Erlebnissen als Jungbergleute „unter Tage“ träumen. Auch Dirk Thomas bedankt sich ganz herzlich bei seinen drei Kollegen mit dem Lob: „DAS WAR SPITZE“.