Das weiße Gold vom Dürrnberg


Kamp-Lintforter Bergleute mit den Montan-Archäologen im Georgenberg-Stollen auf der Suche nach den Wurzeln des Bergbaus.

Jürgen Tratler Leiter BA Bergwerk West und Guido Höppner ehemaliger Staubbeauftragter des Bergwerkes, Vorstandmitglied der Fördergemeinschaft für Bergmanntradition linker Niederrhein www.bergmannstradition.de unterstützten im September 2010 ehrenamtlich die Montan-Archäologen in Österreich. Seit 2009 hilft die Kamp-Lintforter Fördergemeinschaft bei Grabungen in Österreich. Das Deutsche Bergbaumuseum hatte um Unterstützung gebeten. Die eingeleiteten Untertageforschungen belegen, dass schon im 6. Jh. V. Chr. Keltische Bergleute in der Salzgewinnung tätig waren. Unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Stöllner der Ruhr-Universität Bochum unterstützten Sie die vor Ort tätigen Wissenschaftler und Studenten tatkräftig. 14 Tage organisieren Sie den Bereich Arbeitssicherheit und machen per Hand mit dem Abbauhammer Vortrieb auf der untersten Sohle in ca. 200m Täufe. Funde von Leuchtspänen, Fellresten, Lederresten und das Holzblatt einer Schaufel motivieren beide so sehr, dass die 10 Stundenschichten wie im Flug vergehen. Das Salz hat alle Funde konserviert. Dies macht die Grabungen so interessant. Gefundene Exkremente und Speisereste geben den Wissenschaftlern Auskunft über Gesundheitszustand und Ernährung der keltischen Bergleute. Man hat festgestellt, dass diese Ur-Bergleute sich vorwiegend von pflanzlicher Kost ernährten und von Würmern geplagt waren. Textilien, einzigartig in Menge und Erhaltung erzählen Sie den Archäologen über einen sonst Verlorenen handwerklichen Bereich der keltischen Eisenzeit. Die gefundenen Leder- und Fellreste bringen dem Forscher die keltische Bergmannskleidung näher und enthalten Informationen zu Gerbverfahren und Verarbeitungstechnologie. Man findet auch Kinderschuhe. 1577 wird der erste tote Bergmann gefunden. 1616 wurde im Georgenstollen eine zweite gut konservierte Salzleiche gefunden. Der Georgenstollen verbindet Österreich und Deutschland. Die Befahrung nach Deutschland ist nicht mehr möglich. Der Stollen ist kurz hinter der deutschen Staatsgrenze eingestürzt. Ein Schild im Stollen dokumentiert die Grenze. Beide Bergleute verwunderte am meisten, dass im Georgenstollen nicht die heilige Barbara die Schutzpatronin der Bergleute über die Menschen im Stollen wacht, sondern die Heilige Maria. Dies hat den Ursprung bei den Fürsterzbischöfen von Salzburg. Diese ließen alle evangelischen Bergleute vertreiben und stellten Katholiken für diese Tätigkeit an. Der Verlust der bergmännischen Erfahrung ließ schon damals die Unfallstatistik stark ansteigen. Dies ist in Chroniken aus dieser Zeit nachzulesen. Salz, der Uralte Schatz des Dürrnbergs, war das weiße Gold der Kelten und der Fürsterzbischöfe Salzburgs. Das Salz gab der Stadt und dem Land seinen Namen und wurde in klingende Münze umgewandelt um so den Bau der barocken Altstadt Salzburgs finanzieren.

 

 

Das weiße Gold vom Dürrnberg
Kamp-Lintforter Bergleute mit den Montan-Archäologen im Georgenberg-Stollen auf der Suche nach den Wurzeln des Bergbaus.
Jürgen Tratler Leiter BA Bergwerk West und Guido Höppner ehemaliger Staubbeauftragter des Bergwerkes, Vorstandmitglied der Fördergemeinschaft für Bergmanntradition linker Niederrhein www.bergmannstradition.de unterstützten im September 2010 ehrenamtlich die Montan-Archäologen in Österreich. Seit 2009 hilft die Kamp-Lintforter Fördergemeinschaft bei Grabungen in Österreich. Das deutsche Bergbaumuseum hatte um Unterstützung gebeten. Die eingeleiteten Untertageforschungen belegen, dass schon im 6. Jh. V. Chr. keltische Bergleute in der Salzgewinnung tätig waren. Unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Stöllner der Ruhruniversität Bochum unterstützten Sie die vor Ort tätigen Wissenschaftler und Studenten tatkräftig. 14 Tage organisieren Sie den Bereich Arbeitssicherheit und machen per Hand mit dem Abbauhammer Vortrieb auf der untersten Sohle in ca. 200m ­Täufe. Funde von Leuchtspänen, Fellresten, Lederresten und das Holzblatt einer Schaufel motivieren beide so sehr, dass die 10 Stundenschichten wie im Flug vergehen. Das Salz hat alle Funde konserviert. Dies macht die Grabungen so interessant. Gefundene Exkremente und Speisereste geben den Wissenschaftlern Auskunft über Gesundheitszustand und Ernährung der keltischen Bergleute. Man hat festgestellt, dass diese ­Ur-Bergleute sich vorwiegend von pflanzlicher Kost ernährten und von Würmern geplagt waren. Textilien, einzigartig in Menge und Erhaltung erzählen Sie den Archäologen über einen sonst Verlorenen handwerklichen Bereich der keltischen Eisenzeit. Die gefundenen Leder- und Fellreste bringen dem Forscher die keltische Bergmannskleidung näher und enthalten Informationen zu Gerbverfahren und Verarbeitungstechnologie. Man findet auch Kinderschuhe. 1577 wird der erste tote Bergmann gefunden. 1616 wurde im Georgenstollen eine zweite gut konservierte Salzleiche gefunden. Der Georgenstollen verbindet Österreich und Deutschland. Die Befahrung nach Deutschland ist nicht mehr möglich. Der Stollen ist kurz hinter der deutschen Staatsgrenze eingestürzt. Ein Schild im Stollen dokumentiert die Grenze. Beide Bergleuteverwunderte am meisten, dass im Georgenstollen nicht die heilige Barbara die Schutzpatronin der Bergleute über die Menschen im Stollen wacht, sondern die Heilige Maria. Dies hat den Ursprung bei den Fürsterzbischöfen von Salzburg. Diese ließen alle evangelischen Bergleute vertreiben und stellten Katholiken für diese Tätigkeit an. Der Verlust der bergmännischen Erfahrung ließ schon damals die Unfallstatistik stark ansteigen. Dies ist in Chroniken aus dieser Zeit nachzulesen. Salz, der uralte Schatz des ­Dürrnbergs, war das weiße Gold der Kelten und der Fürsterzbischöfe Salzburgs. Das Salz gab der Stadt und dem Land seinen Namen und wurde in klingende Münze umgewandelt um so den Bau der barocken Altstadt Salzburgs finanzieren.