„SCHACHTZEICHEN IN MOERS“

 

 

Eine Hommage an die Kumpels, an die Solidarität der Menschen im Ruhrgebiet und an das, was diese Region einst groß gemacht hat, den Bergbau – dies und noch viel mehr war das RUHR.2010-Projekt SchachtZeichen, das vom 22. bis 30. Mai 2010 wohl eines der außergewöhnlichsten Flächenkunstwerke der Welt am Kulturhauptstadthimmel entstehen ließ. An insgesamt 311 Bergbaustandorten wurden die großen gelben Ballone sichtbares Zeichen für die Vergangenheit und Geschichte, aber auch Zeichen für den Strukturwandel und die Hoffnung einer ganzen Region.

 

Von insgesamt 311 Standorten war die Stadt Moers mit 4 Ballonstandorten Teil des Projektes SchachtZeichen. Viele Monate der Vorbereitung gipfelten in einer umfangreichen Woche mit zahlreichen Festen, Ausstellungen und Aktionen. „Wir können uns einfach nur bei den vielen ehrenamtlichen Helfern herzlich bedanken. Sie haben mit viel Leidenschaft und Engagement ein fantastisches Programm an und unter den Ballonen auf die Beine gestellt“, sagt Beatrix Wirbelauer, Leiterin des Kulturbüros der Stadt Moers.

 

Und so erlebten die Moerserinnen und Moerser neben der festlichen Eröffnung auf der Schachtanlage Rheinpreussen 5/9 auch ein tolles Familienfest auf der Schachtanlage Pattberg, zahlreiche Ausstellungen – von der Grubenlampensammlung von Hans Penker, Bergbau- und Barbara-Figuren von Ernst Kausen, Medaillen von Fritz Scheppat, bis hin zur Fotoausstellung alter Schachtanlagen von André Thissen und Dirk Thomas – sowie das Fest der Vereine und das erste Berg- und Hüttenfest am Geleucht auf der Halde Rheinpreussen. In dem Fördermaschinengebäude auf Schacht IV konnte die Kunstausstellung Herz_Schacht die Besucher überzeugen und einen fantastischen Abschluss der SchachtZeichen-Woche in Moers erlebten rund 200 Gäste im Rahmen der großen Benefizgala des Grafschafter Lions Club in der Diskothek PM.

 

Nicht nur für die Besucherinnen und Besucher der zahlreichen Aktivitäten und Angebote war die SchachtZeichen-Woche ein Erlebnis. Strahlender Sonnenschein, heftige Winde und stürmischer Regen stellten die SchachtZeichen-Standortteams zeitweise vor große Herausforderungen, die aber allesamt brillant gemeistert wurden.

 

Am Ende überwiegen die erfüllenden, begeisternden bis magischen Momente: die Ballone am Himmel, Menschen, die von Standort zu Standort ziehen, die nächtlichen Treffen auf den Hochpunkten, Stadtteilfeste, Ausstellungen, Vorträge, Konzerte und Feiern bis hin zu Hochzeiten und Kindstaufen unter dem Ballon. Viele Menschen kamen über die gemeinsame Begeisterung an SchachtZeichen miteinander ins Gespräch. Die Nachgeborenen lauschten den Erzählungen der alten Zeitzeugen. Die neu Hinzugezogenen erhielten einen Einblick in das kollektive Gedächtnis und begannen, das Ruhrgebiet zu begreifen. Schülerinnen und Schüler verstanden durch Anschauung, was ihnen die Lehrerinnen und Lehrer über den Strukturwandel erzählten. Vereine taten sich zusammen und lebten vor, wie hilfreich es ist, gemeinsam zu handeln.

 

SchachtZeichen gab den Menschen im Ruhrgebiet die Gelegenheit, ihr Gemeinschaftsgefühl und ihren Stolz auf das Ruhrgebiet, auf unsere gemeinsame Kultur, auszudrücken und auszuleben. Das ist ein großer Schritt auf dem Weg zur Metropole Ruhr, den die Kulturhauptstadt RUHR.2010 bereitet.

 

 

Quelle:

Stadt Moers, SchachtZeichen